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PM: Wald-Kita Freienseen erhalten, Gonterskirchen schnell eröffnen

PM: Wald-Kita Freienseen erhalten, Gonterskirchen schnell eröffnen.

Freie Wähler und CDU positionieren sich zur Kinderbetreuung in Laubach – Laumann-Container für Kernstadt nur im Übergang

Laubach (-). „Die riesengroße Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder ist ein gutes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt. Immer mehr Familien kommen nach Laubach und fühlen sich hier am Rande des Viogelsbergs sehr wohl“, machen Laubachs Freie Wähler und die CDU in einer gemeinsamen Presseerklärung deutlich. Die politischen Partner, die seit 2016 über eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung verfügen, teilten darin ihre Meinung zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in der Großgemeinde mit. Seit einigen Monaten steht das Thema auf der Agenda der Stadtpolitik. Zum einen, weil es einen Bedarf an 115 zusätzlichen Plätzen – differenziert nach Altersgruppen und einzelnen Stadtteilen – gibt. Zum anderen, weil alle Kinder des bisherigen Waldkindergartens Freienseen der Diakonie durch die Neugründung des Naturkindergartens Freienseen zum 1. August in diese Einrichtung wechselten. „Um kein unnötiges Geld auszugeben, erst den weiteren Bedarf abzuwarten, haben wir die laufenden Arbeiten am derzeit leeren Waldkindergarten per Antrag in der Stadtverordnetenversammlung zunächst gestoppt“, erinnerten die Fraktionsvorsitzenden Björn-Erik Ruppel (CDU) und Dr. Ulf Häbel (FW). Käme dauerhaft keine ausreichende Zahl an Kindern für diese Gruppe zustande, wäre es fahrlässig gewesen, geplante 50.000 Euro für Verkehrssicherungsarbeiten am Wald und Erneuerung der Gesamtanlage gerade jetzt zu investieren, während es an anderer Stelle – Stichwort Gonterskirchen – Platzbedarf und ebenso aktive und interessierte Eltern wie in Freienseen gibt, die seit Jahren auf einen Kindergarten in ihrem Dorf warten. „Aktuell gibt es nach Aussage der Diakonie aber tatsächlich neue Anmeldungen und einen dringenden Bedarf, Plätze in der Freienseener Hausgruppe für unter Dreijährige frei zu bekommen durch neue Waldplätze für über Dreijährige“, schreiben FW und CDU und ergänzen: „Auch der dringende Appell des Freienseener Elternbeirats des Kindergartens hat uns überzeugt, die Mittel für die Wald-Kita der Diakonie wieder freizugeben, um den Platzbedarf kurzfristig zu entschärfen.“ Man habe daher seinen aktuellen Antrag im Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung zum vorübergehend Stopp der Arbeiten in Freienseen zurückgenommen. Der Magistrat könne jetzt mit der Diakonie zügig die Waldgruppe Freienseen wieder an den Start bringen und Platz für bis zu 30 über drei Jahren schaffen.

 

Parallel dazu geben FW und CDU auch ein klares Bekenntnis zur kurzfristigen Schaffung von Betreuungsplätzen erstmals in Gonterskirchen ab. „Auch hier haben uns die Wünsche der Eltern, des Ortsbeirates und die Argumente der Fachleute überzeugt, dass eine isolierte Waldgruppe wegen Personalvertretung, Leitung oder Mittagsversorgung organisatorisch eher schwierig zu führen ist.“ Man möchte deshalb in der nächsten Sitzungsrunde der Stadtveordneten Ende Oktober bzw. der Stadtverordnetenversammlung im November dem Magistrat und der Diakonie erneut einen klaren Auftrag erteilen zur kurzfristigen Schaffung einer Haus- und einer Waldgruppe für Gonterskirchen, machen Dr. Häbel und Ruppel deutlich. Dafür wolle man zwar die vom Ortsbeirat vorgeschlagenen Standorte „Alten Schule“ nebst Nachbargebäude und großem Grundstück Richtung Pfarrgarten (Hausgruppe) sowie das Areal der Grillhütte (Waldgruppe) dauerhaft nutzen. Die grundlegende Sanierung bzw. der Um- und Anbau der „Alten Schule“ – möglich mit bis zu 90%iger Förderung der Dorferneuerung – bilde hier eine riesengroße Chance zur Dorfentwicklung, dauere aber sicher zwei Jahre. Deshalb schlägt man als Zwischenlösung die kurzfristige Aufstellung von (mietbaren) Pavillons für die Hausgruppe auch für unter Dreijährige und parallel die Einrichtung der Waldgruppe für über Dreijährige vor. „Das sollte bis zum Frühjahr 2021 möglich sein, wenn alle – Politik, Stadt und Diakonie - jetzt an einem Strang ziehen“, sind sich FW und CDU sicher und freuten sich auch über positive Signale der SPD für Kinderbetreuung in Gonterskirchen. „Damit könnten kurzfristig weitere 40 Plätze in der Großgemeinde geschaffen werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Die nächste Priotität liegt auf der Kernstadt, wo man die von der Diakonie vorgeschlagene Nutzung der beiden derzeit noch als Flüchtlingsunterkunft genutzten „Laumann-Container“ auf dem ehemaligen Bolzplatz unterhalb der Gesamtschule nun doch ins Auge fasst. „Aber nur als kurzfristigem Übergang von wenigen Jahren, bis in Laubach ein neuer, dritter Kindergarten gebaut ist“, regt man an. Die Planung dafür wollen die politischen Partner im Herbst zügig auf den Weg bringen und nach wie vor auf den Altortskern von Laubach fokussieren, um die vom Ladensterben bedrohte Innenstadt zu beleben. „IKEK-Stadtplaner Schnarr soll kurzfristig Objekte bzw. Flächen ermitteln und bewerten, die für eine Kindertagesstätte in Frage kämen“, regen FW und CDU an. Das städtische Objekt in der Unteren Langgasse sei dabei eine Option, die Fläche des heutigen Feuerwehr-Gerätehauses (Umzug der Feuerwehr steht 2021 an) eine weitere. Nicht zuletzt werde man in den kommenden Wochen auch über die Zukunft des Kindergartens Lauter reden und entscheiden müssen. „Entweder muss die Alte Schule von Grund auf saniert oder auch hier ein Neubau in den nächsten Jahren ins Auge gefasst werden, wo jetzt zügig Kosten für beide Varianten zu ermitteln sind“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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